Presseinfo / Lubera Süsskartoffeln - Süße Überraschungen: Resilienz, Diversität und Lagerfähigkeit

Die Lubera AG züchtet seit knapp zehn Jahren Süsskartoffelsorten für unser Klima. Insgesamt arbeitet das Team des Gartenbaubetriebs schon seit 15 Jahren mit den tropischen und subtropischen Schlingpflanzen in unserem gemässigten Klima – und es sind mindestens vier Erfahrungen, die dabei immer wieder überraschen. Süsse Überraschungen eben.

Resilienz

Wenn sich eine Sorte als für unser Klima tauglich erwiesen hat, dann hindert sie fast nichts mehr an einer regelmässigen Produktion. Natürliche Fressfeinde gibt es so weit von der subtropischen Heimat entfernt kaum. Aber auch Trockenheit und Nässe können den tropischen Knollen erstaunlich wenig anhaben. Vereinzelt hat Lubera Schäden durch Mäuse gesehen – wobei das frisch gepflanzte Jungpflanzen betraf, nicht wirklich die Knollen.

Und die schönste Erfahrung: Die Nässe und Kälte im Juli 2025 drückten nicht auf den Ertrag. Und nach einem Hagelschlag ein Jahr früher, ebenfalls im Juli, der alle Triebe auf 10 cm Höhe abschlug, reagierte das ganze Süsskartoffelfeld unisono und souverän: Es bildete in kürzester Zeit wieder einen deckenden Triebteppich aus und produzierte Knollen wie jedes Jahr, vielleicht mit einem um 10 % tieferen Ertrag.

Diversität

In der Süsskartoffelpflanze steckt eine gigantische Diversität. Kein Wunder: Ipomoea batatas ist eine hexaploide Art mit einem sechsfachen Chromosomensatz. Damit stecken die Süsskartoffeln randvoll mit Überraschungen, die es züchterisch zu entdecken gilt. Es stecken einfach so viele, sich teilweise auch widersprechende und miteinander interagierende Informationen in der Süsskartoffel, so dass nur wenig voraussehbar, aber auch sehr viel möglich ist.

Auch spannend: Die Farbe der Blätter und Triebspitzen, die Schalenfarbe und auch die Fruchtfleischfarbe werden alle separat gesteuert. Es ist also nicht zu erwarten, dass eine rotfleischige Sorte unbedingt auch rote Triebspitzen und eine rote Schale haben muss. Nochmals: Alles ist möglich, fast nichts ist unmöglich.

Dazu kommen diverse Blattformen, von schaufelförmig über herzförmig bis hin zu geschlitzt. Und die Lubera-Mitarbeiter haben auch einige Pflanzen gefunden, die regelmässig viele Blüten machen, sowie andere, die eben nicht den bekannten Triebteppich bilden, sondern kompakt 50 bis 100 cm hoch/breit wachsen – teilweise ohne grosse Ertragsverluste (Beispiel: Sugabeauty Orange Lady).

Lagerfähigkeit

Am Ende sind Süsskartoffeln viel einfacher lagerfähig als Kartoffeln, vor allem für Gartenbesitzer. Das Curing mag noch etwas kompliziert sein: Gesunde, unverletzte Knollen werden nach der Ernte etwa eine Woche lang bei über 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit gelagert (zum Beispiel im Badezimmer). Danach können die Süsskartoffeln jedoch fast problemlos und erstaunlich lange aufbewahrt werden.

„Wir hatten einmal in unserem Haus in Bad Zwischenahn im Spätherbst Süsskartoffeln im Heizungsraum gelagert“, so Geschäftsführer Markus Kobelt, „und sie zufällig ein Jahr später wiederentdeckt. Alles noch in geniessbarer, guter Qualität.“

Nur eine Bedingung muss eingehalten werden: Die Lagerung muss warm erfolgen, idealerweise bei leicht reduzierter Zimmertemperatur (16–18 °C). Die für uns gedanklich naheliegende Kühllagerung ist für Süsskartoffeln tödlich. Kein Wunder: Solche Kälte haben sie ganz einfach nie kennengelernt.

Vermehrbarkeit

„Das muss ich mir jetzt gut überlegen“, sagt Markus Kobelt mit verschwörerischem Blick. „Aber ich hatte schon immer eine Schwäche dafür, Geheimnisse einfach um der Freude willen auszuplaudern.“

Sein Tipp: Süsskartoffeln können ganz leicht vermehrt werden: Einfach bei bedecktem Wetter und feuchtem Boden von bereits etablierten Pflanzen zwischen Mitte Mai und Anfang Juni etwa 15–20 cm lange Triebstücke (sogenannte Slips) zurechtschneiden und in den feuchten Boden stecken.

Das Lubera-Team hat das wiederholt ausprobiert: Das funktioniert zu fast 100 %, vorausgesetzt, man erwischt eine etwas kühlere Wetterperiode mit nicht allzu viel direkter Sonneneinstrahlung. Und der Ertrag? Etwa 90 % von früher gepflanzten Süsskartoffeln, dafür oft regelmässigere, uniformere Knollen, da die Slips nicht in einem begrenzenden Topf gestartet sind.

Die beste Vorgehensweise: Einige Jungpflanzen kaufen, dann bei warmem Wetter auspflanzen oder zunächst im Gewächshaus weitertreiben. Anschliessend die Triebe abernten und sowohl die Topfpflanzen als auch die Slips gleichzeitig auspflanzen – das ist bis Mitte Juni möglich. Die Süsskartoffeln brauchen dann ca. 100 Tage für einen vollen Ertrag.

„Ach ja, bitte nicht weitersagen …“, so Markus Kobelt lächelnd.

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Pressebild - hochauflösendes Motiv: zum Download


Auf dem Teller: Ipomoea Thanksgiver Yellow, darunter sind die Blätter der Sorte Sugabeauty Little Fingerleaf zu sehen.
(© Lubera)

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Video / Süsskartoffeln vermehren: Stecklinge einfach selber ziehen: https://www.youtube.com/watch?v=m7vqGLPTY-4 


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Was Lubera unterscheidet - unsere Firmen-DNA: 

1. Wir fokussieren uns konsequent auf den Hausgartenmarkt und die Bedürfnisse von Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern

2. Wir haben klare Zuchtziele für essbare Pflanzen:
  • einfacher zu kultivieren
  • besser im Geschmack
  • widerstandsfähiger
  • wenn möglich überraschend
3. Die vertikale Integration von der Züchtung bis zum Verkauf an Endkunden – mit einem geschlossenen Lernkreislauf zwischen Züchtung, Produktion und Kundenfeedback

4. Wir tun Gutes und reden gerne darüber. Pflanzen sind für uns eines der sinnvollsten und nachhaltigsten Produkte überhaupt. Genau deshalb teilen wir unser Wissen offen: in Gartenbriefen, Videos und in unserem Online-Gartenbuch.


Pressekontakt:
Lubera AG
Lagerstrasse
9470 Buchs / Schweiz

Reto Rohner / Pressesprecher
T: 0041-81-7563033
E: reto.rohner@lubera.com 

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