Presseinfo / Wenn Argumente nicht mehr genügen: BOA.ART setzt Polarisierung einen kuratierten Denkraum entgegen

Härtere Debatten, schärfere Lager, weniger geteilte Wirklichkeit: Der Befund ist nicht neu, aber die Antworten darauf sind meist dieselben — bessere Argumente, mehr Faktenchecks, klarere Positionen. Genau hier setzt BOA.ART an, ein Projekt des gemeinnützigen MARAMAX art & culture e. V., das im Sommer 2026 in Düsseldorf startet. Seine These: Wer Polarisierung verstehen will, muss früher ansetzen — nicht bei den Antworten, sondern bei den Bedingungen, unter denen Antworten überhaupt entstehen.

„Viele der entscheidenden Fragen unseres Lebens scheitern nicht am Wissen", heißt es in der ersten Publikation des Projekts. „Sie scheitern an den Denkrahmen, die wir für selbstverständlich halten." Diese Denkrahmen sichtbar zu machen — kunst, literarisch, filmisch und im Gespräch — ist das erklärte Anliegen von BOA.ART.

Eine Schrift als Ausgangspunkt

Den inhaltlichen Auftakt macht ein schmaler Essayband mit dem Titel „Der Glaube, zu wissen", herausgegeben vom MARAMAX art & culture e. V. und kostenfrei erhältlich. Auf 56 Seiten beschreibt der Text, wie aus Erfahrungen Deutungen werden, aus Deutungen Überzeugungen — und wie sich diese in Konflikten so verfestigen, dass selbst gute Argumente an ihnen abprallen. Die Verfasser nehmen sich dabei ausdrücklich nicht aus: Die beschriebene Dynamik gelte für jede Überzeugung — auch für jene, die in der Schrift selbst formuliert werden.

Vier Felder, ein Muster

Greifbar wird der Ansatz an vier Bereichen, in denen unterschiedliche Weltbilder besonders deutlich aufeinandertreffen: Geld, Gesundheit, Gesellschaft und “Gott”, also Fragen nach Ursprung und Beschaffenheit der Wirklichkeit. In jedem dieser Felder, so die Diagnose, stehen sich Positionen gegenüber, die innerhalb ihres jeweiligen Rahmens stimmig sind — und gerade deshalb so schwer in Bewegung zu bringen.

Bausteine eines langfristigen Projekts

BOA.ART ist als mehrjähriges Vorhaben angelegt. Vorgesehen sind:
  • die Edition BOA, eine kuratierte belletristische Buchreihe; der Auftakt erfolgt mit der Novelle „Die Verwunderung" von Miguel G. Baldío
  • die BOA.ART.Distinction, ein jährlicher Kunstpreis (bis 10.000 Euro) für Arbeiten, die etablierte Wahrnehmungsmuster sichtbar machen
  • ein Dokumentarfilm zum Thema
  • regelmäßige Gesprächsformate und Veranstaltungen, nicht nur am Düsseldorfer Vereinssitz
Auftakt am 23. Juli 2026

Öffentlich vorgestellt wird BOA.ART am Donnerstag, den 23. Juli 2026, in den Räumlichkeiten des MARAMAX art & culture e. V. in der Benrather Straße 6a in Düsseldorf-Carlstadt.

BOA.ART versteht sich ausdrücklich nicht als Plattform für schnelle Lösungen und nicht als weitere Meinungsstimme im aufgeladenen Diskurs. „Wir möchten dazu beitragen, Diskurs und inhaltliche Auseinandersetzung zu versachlichen und wieder streitfreier möglich zu machen", so der Vorstand von MARAMAX art & culture e. V., Dr. Michael W. Driesch. Das Projekt verstehe sich dabei als „bescheidener Versuch, über Verständnis zu einer befriedenden Sachlichkeit zu kommen".

Das Buch „Der Glaube, zu wissen" kann ab sofort kostenfrei unter https://www.boa.art/ bestellt werden

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Pressebild - hochauflösendes Motiv: zum Download


Kunstpreis und zwei Bücher zum Start von BOA.ART
(© MARAMAX art & culture e. V.)
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MARAMAX art & culture e. V.:
Der gemeinnützige Verein mit Sitz in der Düsseldorfer Carlstadt initiiert und fördert Projekte an den Schnittstellen von Kunst, Literatur und gesellschaftlicher Reflexion. BOA.ART ist sein aktuelles Hauptvorhaben.


Pressekontakt:
MARAMAX art & culture e. V.
Benrather Str. 6a
D-40213 Düsseldorf

Dr. Michael W. Driesch / Vorstand
E: verein@maramax.org 
https://www.boa.art/ 

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